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Geschichte - Startbahn

Die fertig montierten Me 262 sollten so schnell wie möglich zum Fronteinsatz gebracht werden.

Bei Planungsbeginn schlug deshalb Oberst Diesing vom Reichsluftfahrtministerium vor, in der Nähe vom Walpersberg fünf Startbahnen zu bauen.

Da dies sowohl aus baulicher wie logistischer Hinsicht kaum zu schaffen war, entschied man sich für eine Startbahn auf dem Bergrücken des Walpersberges.

Die Realisierung des Projektes fing im Sommer 1944 mit groß angelegten Bauarbeiten an. Zeigen die alliierten Luftaufnahmen vom 15.08.1944 noch die beginnenden Bauaktivitäten am Walpersberg, so kann man auf den Aufnahmen vom 26.12.1944 schon deutlich die fertige Starbahn erkennen.




Zum Start brauchte die Me 262 eine zirka 1000 Meter lange Bahn. Die Startbahn auf dem Walpersberg betrug mit Anschüttungen am Ost- und Westende gerade mal 1000 Meter. Aus diesem Grund starteten die Me 262 mit 2 Startraketen, die unter dem Flugzeug befestigt und nach dem Start abgeworfen wurden Sie gaben den extra Schub zum Abheben. Ein weiteres Problem stellte der in der Mitte der Starbahn befindliche "Buckel" dar, der den Piloten den Blick zum Ende der Startbahn verwehrte.

Je nach Windrichtung wurde nach Osten oder Westen gestartet. Das Ziel war Zerbst was zirka 15 Minuten Flugzeit bedeutete. Zur Orientierung wurde entlang der Saale geflogen. Dort rüstetet man die Me 262 mit Waffen und Funk nach. Nach weiteren Testflügen wurde das Flugzeug an die Luftwaffe übergeben.

Die Arbeiten an der Startbahn waren im April 1944 noch nicht abgeschlossen. Als die Alliierten das Werk besetzten, standen noch Loren und Bagger an der Startbahn.

Man kann heute noch die Startbahn auf dem Walpersberg erkennen.