2003

Die Arbeit des Interessenkreises zur Geschichte der ,,REIMAHG“ und
den damit verbundenen menschlichen Schicksalen, führte zur Gründung eines Vereins der am 26.März 2003 unter der Nummer VR 726 im Vereinsregister des Amtsgerichtes Stadtroda eingetragen wurde.

Die Forschung zur Geschichtsaufarbeitung des Werkes führte in Archive, Museen, Gedenkstätten, Bibliotheken, Vereine, Behörden, Privatpersonen und staatlichen Stellen die sich von Iokaler, landesweit auf internationale Ebene ausweitete mit intensiven Kontakten, die von der Ukraine bis in die USA reichen.

Informative, freundliche Kontakte und eine daraus entstandene enge Zusammenarbeit ergaben Besuche bei Vereinen in Zerbst, Oschersleben und Kamsdorf. Diese Stätten sind eng mit der Geschichte der „REIMAHG“ verbunden.

Besonderer Schwerpunkt war und ist die Zusammenarbeit mit ehemaligen Zwangsarbeitem und deren Familien. Die europäische Aufarbeitung dieser Problematik wird konzentriert von unserem Vereinsmitglied in Belgien bearbeitet und geleitet.

Anhand von aufgefundenen Dokumenten und deren Auswertung war es möglich einigen Zwangsarbeitern ihre Anerkennung als solche offiziell zu bestätigen.

Gemeinsame Projekte mit Presse, Rundfunk und Fernsehen, auch im Ausland, wurden von der breiten Öffentlichkeit mit großem Interesse aufgenommen und es ergaben sich viele neue Kontakte zum Verein..

Arbeitseinsatz zur Vorbereitung der Gedenkfeier am Walpersberg

Neu gegründet, organisierte man mit viel persönlichem Engagement am 9. Mai 2003 die erste Gedenkfeier für die Zwangsarbeiter der „REIMAHG“ direkt im Werksgelände mit dem unterirdischen Stollensystem. Neben den ausgesprochen vielen Behördengängen und unzähligen Auflagen und Genehmigungen war die Feier ein Tag mit großen Emotionen und vollem Erfolg und internationaler Beteiligung von Regierungen.

Teilnahme an den Gedenkfeierlichkeiten im Leubengrund, Kahla, Eichenberg und Hummelshain

Alle Vereinsaktivitäten wie Multimediaarbeit, Bild- und Dokumentenmaterial, Forschung, Termine, Veranstaltungen, Berichte, Öffentlichkeitsarbeit und die Geschichte des Werkes werden immer aktualisiert auf die Vereinswebsite gestellt. (www.walpersberg.de). Geschichtsaufarbeitung zur Produktion des Werkes waren Grund für Besuche im Deutsches Museum, München und dem Deutsches Technikmuseum Berlin.

Organisation von Bergbegehungen und den dazu gehörigen Genehmigungen für die Darlegung der weiterführenden Arbeiten des Vereins mit örtlichen und staatlichen Institutionen und Behörden vor Ort. Eine enge wissenschaftliche Zusammenarbeit mit gleichartigen Einrichtungen ergab sich aus den Kontakten mit der Stiftung
Gedenkstätte Buchenwald und Mittelbau Dora sowie dem KZ Laura.
Der Verein nahm an den Gedenkfeiern mit einer Kranzniederlegung teil.