Neue Publikation : Das ADREMA-System in der „REIMAHG“

Nach unserem heutigen Forschungsstand können wir im ehemaligen Rüstungswerk „REIMAHG“ von einer Gesamtbelegschaft von 15.000 Menschen ausgehen.  Neben den mehr als 12.000 Zwangsarbeitern gab es auch freiwillige Fremdarbeiter, deutsches Fachpersonal (Bau, Produktion und Verwaltung) und den Werkschutz (SS).

Viele Dokumente und Unterlagen sind vor dem Einmarsch der US. Armee vernichtet worden. In der Verwaltung des Werkes nutzte man zur Registrierung der Belegschaft das „ADREMA“ System. Dieses System bestand aus einer Stanz- und einer Druckmaschine für Matrizen, die sich in separaten Karteikästen befanden.

Nach 1989 lagerte noch eine größere Anzahl dieser Matrizen im Keller des Kahlaer Porzellanwerks. Bei einer umfassenden Räumungsaktion in den Kellern wurden auch diese mit entsorgt. Kurioserweise und nicht nachvollziehbar befinden sich heute über 1000 dieser „REIMAHG“ Matrizen im Archiv der Gedenkstätte Buchenwald/Weimar.  Wir erhielten die Genehmigung diese Matrizen zu digitalisieren und auszuwerten.

In Zusammenarbeit mit anderen Archiven entdeckten wir 2020, dass zu den Matrizen analog auch Karteikarten geführt wurden. Vor allem dazu verwandt , um darauf ohne großen Aufwand jede Arbeits- und Lebensveränderung des Inhabers zu vermerken. Die Auswertung dieser Karteikarten veranlasste uns, die Publikation „Das ADREMA System der REIMAHG“ neu zu überarbeiten und zu publizieren.

In vorliegender Publikation wird die Geschichte und Verwendung des „ADREMA“ Systems beleuchtet und wie es innerhalb der „REIMAHG“ genutzt wurde. Belegt wird dies anhand der statistischen Auswertung aller vorliegender Daten.

Wenn Sie Interesse am Erwerb dieser Publikation haben, kontaktieren Sie uns über  info@walpersberg.de.